Wie können Gemeinden öffentliche Grünflächen naturnah gestalten und gleichzeitig den Pflegeaufwand reduzieren? Dieser Frage widmete sich die Exkursion „Naturblumenwiesen anlegen und pflegen“ der NÖ Umweltbewegung „Natur im Garten“. Zahlreiche Gemeindevertreterinnen und -vertreter, Vereine und andere Interessierte nutzten die Gelegenheit, erfolgreiche Praxisbeispiele in Engelhartstetten und Orth an der Donau kennenzulernen.
Im Herbst 2024 haben die Gemeinden Engelhartstetten und Orth an der Donau begonnen, auf öffentlichen Grünflächen wieder Naturwiesen zu schaffen. Diese sind eine blühende und klimafitte Alternative zu kurzgemähten Rasenflächen – in einem trockenen Sommer schaut Rasen schnell braun und unattraktiv aus, während die Wiesen ein blühendes Insektenparadies sind. Die Umstellung von Rasen auf Wiesen braucht Wissen über die verschiedenen Möglichkeiten der Anlage und Pflege. Bei einer Exkursion von „Natur im Garten“ für interessierte Gemeinden berichteten Engelhartstetten und Orth an der Donau von den Erfahrungen der letzten drei Jahre.
In Engelhartstetten entstehen die Wiesen hauptsächlich durch Pflegeumstellung. Weil weniger gemäht wird (ein- bis zweimal im Jahr) kommen Blütenpflanzen wie Wiesensalbei, Feldmannstreu, Thymian oder Flockenblumen zum Vorschein. Besichtigt wurden Wiesen in Schlosshof, Groißenbrunn und Loimersdorf – Bürgermeister Andreas Zabadal, Bauhofmitarbeiter Rafael Exl, Marion Haslhofer (Naturschutzgruppe Engelhartstetten) und Lisa Steiner (Bienenzentrum Wien) vermittelten praxisnahes Wissen an die Exkursions-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer.
„Natur im Garten“ Regionalberaterin Martina Liehl-Rainer mit den Exkursions-Teilnehmerinnen und Teilnehmern – hier in Groißenbrunn bei Engelhartstetten
In Orth an der Donau berichteten Bürgermeisterin Elisabeth Wagnes und Bauhofmitarbeiter Christoph Bilek von ihren Erfahrungen. Seit 2024 sind dort mehrere Wiesenflächen durch Ansaat entstanden. Je nach Samenmischung und Alter der Ansaat konnten blühende Flächen mit rotem Klatschmohn, weißen Margeriten oder einem bunten Blütenmix besichtigt werden.
Vertreterinnen und Vertreter aus zehn Gemeinden haben an der Exkursion teilgenommen.